5 Fakten über Heuschnupfen, die du unbedingt wissen musst!

5 Fakten über Heuschnupfen, die du unbedingt wissen musst!

Millionen Deutsche, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, haben ihn, leiden unter ihm und viele kennen ihn: der Heuschnupfen. Er ist die häufigste Allergieform in den Industrieländern. Die Betroffenen leiden an Dauerschnupfen, sind aber weder allergisch auf Heu noch permanent erkältet. Vielmehr machen ihnen Pflanzenpollen, kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Gräsern und Kräutern in der Luft zu schaffen.

Heuschnupfen, auch saisonale allergische Rhinitis oder Pollinosis genannt, klingt eher harmlos und wird auch häufig nicht besonders ernst genommen. Dabei kann diese allergische Erkrankung unbehandelt mit der Zeit ernsthaftere Beschwerden nach sich ziehen.

Ich möchte dir nun erklären, was denn Heuschnupfen ist, wie dieser entsteht und warum so viele Menschen unter ihm leiden.

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, bei der dein Immunsystem gegenüber Blütenpollen überreagiert. Diese Reaktion des Immunsystems ist eigentlich eine nützliche Maßnahme, denn sie dient der Abwehr von körperfremden, potenziell gefährlichen Substanzen. Bei Allergikern kämpft die Körperabwehr gegen Fremdstoffe, die eigentlich gar kein Gesundheitsrisiko darstellen, wie z.B. harmlose Blütenpollen.

Blütenpollen sind feinste Körnchen des Blütenstaubs und werden als s. g. Allergene bezeichnet. Der Heuschnupfen ist eine Allergie von Soforttyp (Typ I), d.h. die Symptome treten unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergen auf.

Nachdem ein erster Kontakt zu den Pollen stattgefunden hat, werden vom Immunsystem des Körpers besondere Abwehrstoffe, die IgE-Antikörper gebildet. Findet dann ein neuerlicher Kontakt mit Blütenstaub statt, binden sich die IgE-Antikörper an sogenannte Mastzellen. Diese gehören auch zur körpereigenen Abwehr und schütten daraufhin Histamin aus. Dieser Entzündungsbotenstoff verursacht die typischen Allergiebeschwerden, z.B. Juckreiz, Ödeme oder Rötungen, aber auch systemischen Reaktionen von Schleimhäuten.

Wie verbreitet ist Heuschnupfen?

Der Heuschnupfen ist nicht selten: Schätzungen zufolge hat jeder vierte bis fünfte Erwachsene diese Allergieform. Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Wobei im Kindesalter die Jungen häufiger betroffen sind, doch im erwachsenem Alter kehrt sich die Tendenz um. Auch ältere Menschen, die noch nie in ihrem Leben eine saisonale Allergie hatten, können einen Heuschnupfen bekommen. Experten vermuten, dass zukünftig die Zahl der Heuschnupfenpatienten noch weiter steigen wird.

Wann kannst du unter Heuschnupfen leiden?

Der Heuschnupfen ist an die Zeit des jeweiligen Pollenfluges gebunden, den typischen Pollenflugzeiten im Frühjahr und Sommer. Viele Betroffene sind gegen unterschiedliche Pollen allergisch. Zudem können einzelne Pflanzenarten schon im Februar oder bis in den Herbst hinein blühen, sodass manche Menschen unter Umständen fast ganzjährig vom Heuschnupfen betroffen sind.

Ein Pollenflugkalender informiert den Allergiker, wann und wo die verschiedenen Pollen vorkommen. Auf meinem Pinterestboard „Gesund durch Frühling und Sommer“ habe ich dir einige Pollenflugkalender zusammengestellt.

Pollen enthalten zahlreiche Substanzen, auf die Allergiker mehr oder weniger heftig reagieren. Bereits eine geringe Menge genügt, um typische Beschwerden auszulösen.

Häufig sind Allergiker nicht nur gegen eine oder mehrere Pollenarten sensibilisiert, sondern reagieren zugleich überempfindlich auf pflanzliche Nahrungsmittel. Dieses Phänomen nennt man Kreuzallergie. Viele Betroffene mit Heuschnupfen zeigen z.B. aufgrund einer Hasel-, Erlen- oder Birkenpollenallergie auch allergische Reaktionen beim Verzehr von Haselnüssen, Äpfeln und Karotten.

Wie äußert sich Heuschnupfen?

Die Krankheit entfaltet sich vor allem an den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Augen aus. Typische Symptome sind daher: Nasenlaufen (wässriges Sekret), Niesanfälle, Behinderung der Nasenatmung, tränende, gerötete, brennende oder juckende Augen, angeschwollene Augenlider sowie Jucken und Kitzeln im gesamten Nasen-Rachen-Bereich.

Häufige Allgemeinsymptome sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen.

Heuschnupfen als Krankheit ernst nehmen!

Heuschnupfen ist keine banale Erkrankung und sollte keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Es besteht die Gefahr, dass die Krankheit unbehandelt nicht nur die oberen Atemwege befällt, sondern auch die tieferen Atemwege, wie die Bronchien. So entsteht im schlimmsten Fall ein allergisches Asthma bronchiale. Nur durch eine frühzeitige und konsequente Behandlung lässt sich dieser s. g. Etagenwechsel verhindern.

Werde jetzt Heuschnupfenprofi!

Nun kennst du den Heuschnupfen und weißt, warum so viele unter ihm leiden.

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Dann sehen wir uns in den nächsten Artikeln auf jeden Fall wieder.

Ich freue mich sehr auf dich!

Bleib gesund!

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