Farbtherapie – Die Macht der Farben auf Körper und Seele | FAQs

Farbtherapie – Die Macht der Farben auf Körper und Seele | FAQs

Die Farbtherapie ist wohl eine der ältesten Behandlungsmethoden. Ihre Grundlage bildet die heilende Kraft des Sonnenlichts, welches viele alten Kulturen zur Behandlung zahlreicher Beschwerden nutzten. Schon in der Antike haben Heilkundige mit Farben experimentiert. Kranke wurden mit farbigen Pasten bestrichen oder in farbige Tücher gewickelt. Die Ägypter zum Beispiel, bauten Farbtempel mit Räumen, die jeweils in einer anderen Farbe gestalten waren. Je nachdem, welche der Farben der Kranke benötigte, kam er in einen bestimmten Raum, um dort ein heilsames Farbbad zu nehmen.

 
Wie funktioniert die Farbtherapie?

Die Farbtherapie setzt verschiedene Farben therapeutisch ein. Die biologischen Informationen bestimmter Schwingungsfrequenzen von Farben, lösen im Körper Reaktionen aus. Farben werden also als Schwingungsfrequenzen direkt an das limbische System ( = ist das Zentrum für Gedächtnisbildung, reguliert vegetative Funktionen und beeinflusst Emotionen) weitergeleitet. Diese Informationsübermittlung aus der Außenwelt an den individuellen Organismus geschieht quasi unter Umgehung der Großhirnrinde und damit das Bewusstsein, d. h. die Wirkungen auf den Körper treten unüberlegt direkt ein.

Wie kann nun mit Farben therapiert werden, also gezielt Reize auf den Körper einwirken lassen?

Die Farbe bzw. Farbwirkung kann therapeutisch auf unterschiedlichen Ebenen eingesetzt werden: Farben sehen, Farben essen und Farben meditieren lassen.

Dies geschieht zum Beispiel durch direkte optische Einwirkung, in dem farbige Bilder oder Flächen anzuschauen sind. Ebenso kann durch farbige Kleidung, die immer wieder angeschaut wird und auch über die Haut wirkt, therapiert werden. Auch der Verzehr von Nahrungsmitteln mit der aktuell benötigten Farbe sorgt für die Steigerung des Wohlbefindens.

Beim Farbenmeditieren wird sich eine bestimmte Farbe vor dem inneren Auge vorgestellt und diese in aller Ruhe wirken gelassen.

Außerdem gibt es Bestrahlungen mit farbigem Licht, die sogenannte Farblichttherapie. Einige Farben besitzen darüber hinaus anregende oder beruhigende Wirkungen, die dann für eine Farblichttherapie verwendet werden, zum Beispiel um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Über die Augen, welche man nicht umsonst das Fenster zur Seele nennt, werden durch die Farblichttherapie Vorgänge im Gehirn beeinflusst. Selbst das vegetative Nervensystem reagiert auf das farbige Licht und die Schwingungen bei der Farblichttherapie übertragen sich auf den Körper.

Bei welcher Krankheit findet die Farbtherapie Anwendung?

Die Farbtherapie findet bei den unterschiedlichsten Krankheiten Anwendung zum Beispiel bei:

  • Depressionen,
  • Ängsten,
  • Erschöpfungszuständen,
  • Schlafstörungen,
  • Erkrankungen der Glieder,
  • rheumatischen Beschwerden.

Die Farbtherapie sollte bei ernsthaften Beschwerden jedoch nur zur Unterstützung einer Behandlung dienen und nicht als alleiniges Heilmittel!

 
Welche Bedeutung haben die Farben in der Farbtherapie?

Farben haben für uns eine große Bedeutung und wir schreiben ihnen unterschiedliche Eigenschaften zu. Sicherlich hat jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben, doch manchen Farben werden allgemeine Charakteristika zugeteilt. Rot-, Orange- und Gelbtöne empfinden wir als warm und anregend, das Grün der Natur als erholsam und entspannend und das Meeresblau oder der Nacht als beruhigend und kühl. In der Farbtherapie werden Farben ganz gezielt eingesetzt, um bestimmte Zustände zu verbessern. Einige davon sind im Folgenden aufgelistet:

  • Tiefrot: bei Energielosigkeit und Trägheit. Die Farbe dient zur Aktivierung unseres Willens und Antriebs.
  • Dunkelrosa: bei Ziellosigkeit und innerer Leere.
  • Hellrosa: bei starker seelischer oder körperlicher Anspannung und hohem psychischem Druck.
  • Orange: bei Zeitspannen von Niedergeschlagenheit und Traurigkeit ohne ersichtlichen Grund. Ebenfalls, wenn zur selben Zeit mit Ängsten oder hoher Sensibilität gegenüber Einflüssen von Außen gekämpft wird.
  • Dunkelgelb: bei ständiger Unzufriedenheit und wenn jemand aus relativ nichtigen Gründen gekränkt ist.
  • Grün: bei sehr starken Stimmungsschwankungen.
  • Helltürkis: bei Perioden von Niedergeschlagenheit und Traurigkeit ohne ersichtlichen Grund und wenn zum Tagträumen geneigt wird.
  • Türkis: bei übermäßigem Sorgen, Grübeln und Gedankenkreisen.
  • Tiefblau: bei Hektik und Ungeduld, Stress sowie muskulären Verspannungen.
  • Tiefviolett: bei starker, innerer Anspannung infolge von Verzweiflung und Ausweglosigkeit.
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Kann die Farbtherapie in der Selbstbehandlung eingesetzt werden?

Die simpelste Methode sich mit Farben selbst zu behandeln ist, sich von einer farbigen Lampe bestrahlen zu lassen. Prinzipiell ist jede Farblampe dafür geeignet, welche über gewünschten Farbfilter verfügt. Die Anwendungszeit der Farblichttherapie sollte dabei nicht mehr als 15-20 Minuten betragen. Suche dir dazu einen ruhigen, warmen Ort, an dem du völlig ungestört bist. Du kannst dabei sitzen oder liegen, wichtig ist nur, dass du während der Farblichttherapie die Farben ganz entspannt auf dich einwirken lässt. Natürlich kann die heilende Wirkung auch mit angenehmen Düften eines Räucherstäbchens oder Aroma-Öls und mit sanfter Musik unterstützt werden.

Auch ein Farbbad hat eine positive Wirkung der Farben auf Körper und Seele. Das Farbbad sollte nicht heißer als 39 Grad sein, die Anwendungsdauer 20-30 Minuten.
Gönne dir hinterher eine halbe Stunde Ruhe. Hier habe ich ein paar tolle Rezepte für dich zusammengestellt, wie du dir ganz einfach Badezusatz für dein Farbbad herstellst.

 
Gibt es Nebenwirkungen in der Farbtherapie?

Die Farbtherapie gehört zu den Behandlungsmethoden, die relativ schnell auf Körper, Geist und Seele einwirken und bei der keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Jedoch sollten bei bestimmten Beschwerden und Erkrankungen gewisse Farben nicht zum Einsatz kommen, weil sich diese Zustände verstärken und verschlimmern können.

  • Rot: Farben können einen Einfluss auf unseren Blutdruck nehmen, woraus sich entsprechend Kontraindikationen ergeben. Menschen mit einem erhöhten Blutdruck sollten demnach auf warme, anregende Farben verzichten, weil Farben wie Rot den Blutdruck weiter ansteigen lassen können. Rot darf auch nicht bei entzündlichen Prozessen angewendet werden und ist auch starker Nervosität und Reizbarkeit kontraindiziert.
  • Orange: Menschen, die unter Gewichtsproblemen leiden, sollten berücksichtigen, dass die Farbe Orange appetitanregend ist!
  • Blau: Personen sollten nicht mit der Farbe Blau behandelt werden, wenn sie sich körperlich und geistig stark erschöpft fühlen, zu depressiven Verstimmungen neigen und stark melancholisch sind.

Bei unklaren Beschwerden oder Behandlungsmisserfolg sollte ein Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden. Die Farbtherapie dient bei ernsthaften Beschwerden jedoch nur zur Unterstützung einer Behandlung und nicht als alleiniges Heilmittel!

Liebe Grüße,

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